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SRF-der "Club" - eine Zumutung!

Herausgegeben von tinjo in WORTE ZUM TAG · 12/4/2017 15:59:33
Tags: HugoStammRegulaSchwagerCorneliaKazisJürgBrühlmannThomasKnecht

Im "Club" vom 11.April diskutierten unter dem Titel:

Pädophile sind keine Monster und das ist das Problem  


Unter der Leitung von Karin Frei diskutierten folgende "Fach"leute:

Hugo Stamm,
Sektenexperte und zusammen mit Markus Zangger Autor des Buches über Jürg Jegge
Regula Schwager
, Psychotherapeutin Opferberatungsstelle Castagna
Cornelia Kazis
, Autorin, SRF-Fachjournalistin für Bildung und Erziehung
Jürg Brühlmann
, Pädagogischer Leiter des Schweizerischen Lehrerverbandes
Thomas Knecht,
Forensischer Psychiater

Sie gaben schon vorgängig ihre Positionen bekannt, zu welchen ich meine Bemerkungen
anbringe:

Hugo Stamm:
«Missbrauchsopfer Markus Zangger sagte mir: "Wenn das Opfer sein Schweigen bricht, verliert der Täter seine Macht". Da gibt's nichts anzufügen.»
Doch es gibt sehr wohl anzufügen, dass der "Täter" nicht in erster Linie seine Macht verliert, sondern als Angeschuldigter seine Ehre und Glaubwürdigkeit, ohne dass er eine Möglichkeit zur rechtmässigen Verteidigung hat.   

Cornelia Kazis:
«Sexuelle Gewalt an Kindern ist eine Mehrfachverletzung. Journalistisch hat mich immer das Schweigegebot am meisten beschäftigt. Es kommt einem mentalen und psychischen Gefängnis gleich. Aber die Betroffenen zeigen ihre Not. Wir müssen lernen, ihre Signale zu verstehen, um frühzeitig helfen zu können.»
Dass sexuelle Gewalt an Kindern schlecht ist, bezweifelt kein verantwortungsbewusster Mensch. Das Schweigegebot  ist für Kinder nicht nur dann eine Belastung, wenn sie dazu gezwungen werden. Es kann auch eine Belastung sein, wenn Kinder einen "Täter" nicht beschuldigen wollen, weil sie ihn dann verlieren und eventuell ins Gefängnis bringen, aber auch  wenn sie aus eigener Überzeugung eine Beziehung zu einem Erwachsenen nicht zerstören wollen.


Thomas Knecht:
«Täter gehen psychologisch subtil vor. Gewalt spielt eine untergeordnete Rolle. Als Persönlichkeiten wirken sie eher unscheinbar und durch spezielle Fähigkeiten können sie die Kinder zunächst begeistern.»
Wenn dies eine Aussage ist, die generell das Verhalten von "Pädophilen" beschreibt, kann ich diesen "Fachmann" nicht ernst nehmen. Es ist eine unmenschliche Entwürdigung und Reduzierung einer Menschengruppe auf eine "Täter"Ausrichtung.
  
Regula Schwager:
«Sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern sind immer sexuelle Ausbeutung am Kind. Es gibt keinen ideologischen Rahmen, der dies entschuldigen würde.»
Ich frage mich, wo diese "Expertin" ihre Ausbildung für diesen Job genossen hat! Allerdings sagt sie zwar nichts anderes, als was fast überall solchen Experten eingetrichtert wird. Es widerspricht aber jeder unvoreingenommenen und echten Wissenschaftlichkeit.

Jürg Brühlmann:
«Sexuelle Handlungen mit Schülerinnen und Schülern sind selbst dann strengstens verboten, wenn dazu von Seiten der Kinder oder Jugendlichen eine Bereitschaft oder gar der Wunsch vorhanden ist oder scheint.»
Das entspricht den geltenden Bestimmungen und gesetzlichen Regelungen. Es dürfte aber nicht sein, dass man auf die Bereitschaft oder gar Wünsche dieser Kinder nicht eingeht und darüber ohne juristische Konsequenzen diskutiert werden kann oder diese einfach als Fehlentwicklung abgetan werden.
 

Das Problem ist eben gemäss diesen Fachleuten, dass die Hinterhältigkeit der "Pädophilen" nicht so leicht und schnell erkennbar wird und sie also ihre Monsterhaftigkeit sehr vorsichtig und heimlich aufbauen.

In der Runde war man sich einig, dass "Pädophile" in keiner Weise etwas mit Kindern zu tun haben sollten. Die pädagogischen Leistungen Jegges wurden darauf reduziert und entwertet, dass er alles nur als Vorbereitung seiner "Missbrauchs"-Taten  leistete.

Niemand wagte auch nur eine Bemerkung in die Richtung, ob es glaubhaft ist, dass Zangger so heftig unter der Abhängigkeit von Jegge gelitten hat und seine späte Wut und Abrechnung nicht auch andere (Begleit-)Ursachen haben könnte.

Dass er sich so lange nicht aus dieser Abhängigkeit befreien konnte, wird mit zweifelhaften Erklärungen als verständlich hingestellt, aber niemandem kommt es in den Sinn, nach der damit verbundenen falschen Entwicklung in der Gesellschat hinzuweisen: Weshalb fiel das niemandem auf oder kann sich ein Abhängiger nicht früher Hilfe holen?

Ich konnte diese Diskussion nicht bis zum Ende ertragen. Es war nichts als eine einmütige  voreingenommene gesellschaftliche Vernichtung eines Menschen und mit diesem aller, die als "pädophil" gelten und auf "Täter" und "Kindsmissbraucher" reduziert werden.


Einmal mehr eine bedenkliche Leistung des Staatsfernsehens und eine Missachtung ihrer Aufgabe, unparteisch und unvoreingenommen zu informieren.  

Die rechte Einstellung zum Buch von Zangger hat dieser Journalist:

  

Ein Drecksbuch



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